Besondere Einrichtungen an der Klinik
 

 

 

 

 

   

Die Durchführung der Bestrahlung und Planung der Bestrahlungsdosis erfolgen gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen Klinik für Strahlentherapie (Dir. Priv. Doz. Dr. Michael van Kampen und Frau Priv. Doz. Uta Kraus-Tiefenbacher). Bei der IORT wird das Operationsteam durch einen Strahlentherapeuten und einen Strahlenphysiker erweitert. Die Bestrahlung erfolgt unter sterilen Kautelen.

 
 

Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC)
Cyto-Reduktive Chirurgie / Debulking Operationen

Mit dieser Methode kann Krebsbefall der Bauchhöhle (Peritonealkarzinose) in ausgewählten Fällen effektiv behandelt werden. Vorteilhaft bei der HIPEC ist, dass Tumorzellen generell empfindlicher auf Hitze reagieren als gesunde Körperzellen. Darüber hinaus kann bei dieser regionalen Chemotherapie eine wesentlich höhere Konzentration der Krebsmedikamente im Vergleich zur systemischen Chemotherapie an den Tumorzellen erreicht werden. Es werden höhere Wirkstoffspiegel im Tumorgewebe erreicht und gleichzeitig allgemeine Nebenwirkungen durch die Chemotherapeutika reduziert.

Dabei ist die HIPEC nur ein Teil der Behandlung. Den wesentlichen Anteil zur Reduzierung von Tumorgewebe leistet der Chirurg (CRS = Cyto –Redutive Surgery) unmittelbar vor der HIPEC. Er versucht alle sichtbaren Anteile des Tumor operativ zu entfernen bevor kleinste Reste mit der HIPEC vernichtet werden sollen. Diese Behandlung setzt eine enge Zusammenarbeit zwischen Chirurgen und Onkologen voraus. Die Kooperation ist an der Klinik mit Frau Prof. Dr. Elke Jäger beispielhaft realisiert. 

 
 

Nervus Recurrens Monitoring bei Schilddrüsen OP
Bei Schilddrüsen- Operationen kann es zu einer Verletzung des Stimmbandnerven und des Kehlkopfnervens kommen. Beide ziehen auf jeder Seite des Halses hinter der Schilddrüse an den Kehlkopf und liegen der Schilddrüse unmittelbar an. Bei der Operation dürfen diese Nerven nicht verletzt werden, da es sonst zu einer anhaltenden Heiserkeit bzw. zum Verlust der Stimmhöhe kommen kann. Um Nervenverletzungen sicherer zu vermeiden, wenden wir das „Neuromonitoring“ an. Mit dieser Technik erfolgt eine Identifikation und Funktionsbeo-bachtung der Nerven während der Operation. Die Methode hilft das Risiko von Stimmband-verletzungen zu reduzieren.

 
 
Radio-Frequenz-Zerstörung von Lebertumoren
Die Methode wird in ausgewählten Fällen zur Zerstörung von Leberzellkarzinomen und Metastasen eingesetzt. Es handelt sich um ein örtliches Therapieverfahren, das Tumor oder Metastasen durch Hitze zerstört.
Die Hitze wird durch eine Sonde erzeugt, die unter Ultraschallkontrolle in den Tumor eingebracht wird.
Durch einen Radio-Frequenz-Generator wird ein Wechselstrom erzeugt, der über die Sonde zu einem Temperaturanstieg im Gewebe auf 80-100°C führt. Der Tumor wird "verkocht".
Der Vorteil des Verfahrens liegt in der guten Steuerbarkeit, denn die Ausdehnung der Tumorzerstörung wird während der Energie-Übertragung durch Ultraschall-Bilder kontrolliert. Das Verfahren kann während einer Operation als Ergänzung zur chirurgischen Resektion oder Ultraschall-gesteuert durch die Haut hindurch eingesetzt werden. In der zweiten Variante ist lediglich eine örtliche Betäubung notwendig.
 
 
Elektro- / Saphir-Infrarot-Koagulation / Argon-Laserstrahl
In jedem Operations-Saal stehen alle modernen technische Einrichtungen zur Laserchirurgie sowie Methoden zur mono- und bipolaren Blutstillung durch Elektro-, Saphir- sowie Argon-Strahl-Koagulation zur Verfügung.

Mit der Infrarot-Koagulation können zudem Blutungen aus Organen durch tiefe Verletzungen gestillt werden.

Dies kann eine Organteilresektion nach Verletzung (z.B der Milz oder Leber) verhindern und lebensrettend sein.

 
Argon Beamer
 
Saphirkoagulation
 
 
Intraoperative Ultraschalluntersuchung
Mit der intraoperativen Sonographie lassen sich viele Organe während des chirurgischen Eingriffs am offenen Bauch besser untersuchen, als dies durch die muskuläre Bauchwand hindurch möglich ist. Organdefekte, Raumforderungen, Zysten, Einblutungen und Tumorausdehnungen können mit der Technik zur Darstellung gebracht werden. Verwendet werden sterilisierte Schallköpfe, die vom Chirurgen oder einem Radiologen bedient und geführt werden.
Mit diesem Verfahren wird das Tastgefühl und Sichtfeld des Chirurgen um wichtige In-formationen ergänzt und die Operation kann optimaler geplant werden. Besondere Bedeutung hat die intraoperative Sonographie für die Leber- und Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie.
 
 
Computergestützte OP-Planung bei Lebereingriffen
In der Leberchirurgie ist die computergestützte Planung chirurgischer Eingriffe von großer Bedeutung, da die Anatomie der Leber von Patient zu Patient variiert. Früher konnten sich Chirurgen bei der Operation nur an zweidimensionalen Computertomographie-Aufnahmen (CT-Bilder) orientieren. Aus diesen zwei-dimensionalen CT-Bildern der Leber erstellt das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) für unsere Klinik im Rahmen einer wissenschaftlichen Kooperation ein dreidimensionales Modell für die computergestützte Leberoperationsplanung. Dieses 3D-Modell enthält die Strukturen der Leber, zum Beispiel den Gefäßbaum oder den Tumor. Der Chirurg kann dann die Struktur der Leber anhand der 3D-Darstellung im Detail sowohl vor als auch während der Operation studieren. Mit der Technik werden das Vorgehen und das Risiko einer Leberoperation viel besser abschätzbar.
   
Wenn Sie auf dieses Bild klicken sehen Sie ein Beispiel einer virtuellen Operations-Planung von Metastasen.